Augen verschließen hilft niemandem

 als Antwort auf die Aussage des Pressesprechers der Gelsendienste zum Thema Wildwuchs

Gefunden unter Gelsenkirchen Geschichten

 als Antwort auf die Aussage des Pressesprechers der Gelsendienste zum Thema Wildwuchs

 

Ob die Stadtverwaltung es nicht besser weiß oder ob sie Erkenntnisse anderer Städte bewusst ignorieren will? Die "Broken-Windows-Theorie" hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist aber absolut aktuell und auch kaum zu widerlegen: Lässt man in einem Viertel scheinbar harmlose Dinge zu, wie zerbrochene Fenster (broken windows) an leerstehenden Häusern, Graffiti an den Hauswänden, tagelang vor sich hingammelnde Sperrmüll-Relikte (nicht abgeholt, weil nicht regelkonform), oder eben kniehoch wachsendes Unkraut auf Baumscheiben und Gehwegen, dann kommt ein solches Viertel langsam aber kontinuierlich auf den abschüssigen Pfad. Angestammte Wohnbevölkerung zieht aus, Mietnomaden oder arme Socken vom Balkan ziehen in die freigewordenen Wohnungen ein, und irgendwann kippt ein solches Viertel. Und dann kommen teure Sanierungspläne, halten Gutachter und Architekten ihre Hände auf, und dann wird es richtig teuer. Wesentlich teurer, als wenn die Verwaltung von Anfang an auf solche "Kleinigkeiten" geachtet hätte oder auch entsprechenden Druck bei Hausbesitzern ausgeübt hätte. Gelsenkirchen spart sich arm.

 


Das ist die Vorgeschichte!