Gelsenkirchen ist „Digitale Modellstadt“

Digitalisierungsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sieht Gelsenkirchen gut aufgestellt

GE. Der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, hat heute Mittag in Düsseldorf mitgeteilt, dass Gelsenkirchen „Digitale Modellregion“ wird. Die Stadt Gelsenkirchen wurde nicht zuletzt deshalb ausgewählt, weil sie bereits erhebliche Vorarbeiten im Bereich Digitalisierung geleistet hat und bereits Kooperationsvereinbarungen mit wichtigen Akteuren getroffen hat. Für die Umsetzung des Projekts in insgesamt fünf Modellkommunen sind bis 2021 Landesmittel in Höhe von insgesamt 91 Millionen Euro vorgesehen.

 

Gelsenkirchen versteht Digitalisierung als maßgeblichen Faktor und Antrieb für die weitere Stadtentwicklung. Seit Jahren arbeitet die Stadtverwaltung darum gemeinsam mit Partnern sehr intensiv auf diesem Handlungsfeld – an der technischen Infrastruktur, an konkreten Anwendungen, aber auch auf konzeptioneller Ebene. Insbesondere die Glasfaserausstattung und das Konzept der „Vernetzten Stadt“ bieten wertvolle Voraussetzungen für eine Modellkommune.

 

Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Smart City will heute jede Stadt sein. Wir wollen etwas mehr. Wir wollen eine in jeder Hinsicht vernetzte Stadt sein, in der die Digitale Vernetzung in Diensten der ganz realen sozialen Vernetzung steht. Der superschnelle Mobilfunkstandard 5G wird dabei ein großer Schritt nach vorne sein und vollkommen neue Möglichkeiten für die Menschen in unserer Stadt bieten.“

 

5G ist dabei elementarer Bestandteil der Strategie von „Gelsenkirchen – Die vernetzte Stadt“. Fachleute sehen in diesem Standard das Rückgrat der digitalen Vernetzung in der Zukunft. Gelsenkirchen bietet sich als Modellstadt an, weil hier bereits eine exzellente Glasfaser-Infrastruktur besteht, die weiter ausgebaut wird.

 

Mehrere Partner aus Gesellschaft, Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Entwicklern haben sich bereits gemeinsam auf den Weg gemacht, das Ziel einer vernetzten Stadt Realität werden zu lassen.

 

Die Stadt Gelsenkirchen wird dabei auch als Verwaltung sich an aktuelle Digitalisierungsprozessen beteiligen und so Impulse setzen, die in viele Bereiche des Lebens hineinwirken, vor allem aber für die Bereiche Wirtschaft und Bildung einen enormen Fortschritt bedeuten.

 

Die digitalen Modellkommunen werden langfristig wirkende Smart-City-Lösungen in enger Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltungen entwickeln, neue Technologien und Verfahren in der Praxis testen und etablieren. Als Themenschwerpunkte sind Mobilität, Energie, Gesundheit, Wissenstransfer und Start-ups, eHandel, Tourismus 4.0, digitale Kreativquartiere, Bildung, Sicherheit oder Smart Home denkbar.

 

Gelsenkirchen – die vernetzte Stadt

 

Die vernetzte Stadt lebt von einer leistungsfähigen Infrastruktur. Sie ermöglicht Verbindungen von Menschen, von Unternehmen und Verbänden, von Forschung- und Bildungsinstitutionen, sozialen und kulturellen Einrichtungen.

 

Bereits heute sind alle Gewerbegebiete in Gelsenkirchen an Glasfaser angeschlossen. Davon profitieren bereits mehr als 800 Unternehmen. Auch im privaten Bereich sind über 5.000 Wohneinheiten angeschlossen. Bis 2021 sollen es über 50.000 Wohnungen sein. Im Stadtgebiet befinden sich über 250 Hotspots für freies WiFi über Glasfaser. Von den 240 Mobilfunk-Masten sind bereits 44 mit Glasfaser erschlossen.

 

Die Stadt hat die Glasfaservernetzung bereits weit vorangetrieben und alle 86 Gelsenkirchener Schulen an das schnelle Netz angeschlossen. Alle 123 Kindergärten folgen in 2018. Davon profitieren ca. 32.500 Schülerinnen und Schüler sowie ca. 12.000 Kindergartenkinder.

 

Im Bereich der Gesundheitswirtschaft werden schnelle und zuverlässige Datenverbindungen immer wichtiger. Schneller Informationsfluss kann Leben retten. Sämtliche Gelsenkirchener Krankenhäuser sowie eine große REHA-Klinik sind mit dem schnellen Netz verbunden. Davon profitieren bis zu 80.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr.

 

 

Das schnelle 5G-Netz wird für aktuelle und künftige Entwicklungen immer wichtiger. Eine erhöhte Nachfrage nach Breitband-Kapazitäten wird durch ständig steigende Gerätezahlen ausgelöst. So wird es einen deutlichen Zuwachs im Bereich der Internet-of-Things-Devices (Sensoren und Aktoren) geben. Neue Anwendungsfelder werden sich in den Bereichen Gesundheit (Älter werden), Verkehr, Bildung und Verwaltung entwickeln.

 

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft,Innovation, Digitalisierung und Energie download hier