Eine Stadt verändert das Erscheinungsbild

Räumliches Strukturkonzept der Stadt Gelsenkirchen

Foto W. Müller
Foto W. Müller

Pressemeldung der Stadt Gelsenkirchen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen ist seit jeher eine Stadt des Wandels. Der Aufschwung zur Montanstadt und der anschließende Rückgang der Kohleförderung haben zu starken Veränderungen geführt, die nicht nur die hier lebenden Menschen betreffen, sondern in erheblichem Ausmaß auch das Erscheinungsbild der Stadt.

 

Große Industriebrachen, die neuen Nutzungen zugeführt werden müssen, sind ebenso augenscheinlich wie erneuerungsbedürftige Wohnquartiere. Auf die wenigen Freiräume in Gelsenkirchen besteht ein erheblicher Nutzungsdruck, da die Nachfrage nach neuen Wohn- und Gewerbegebieten groß ist. Auch die Wirtschaft muss sich dem voranschreitenden Wandel durch Digitalisierung und neue Branchen stellen. Das städtische Straßennetz ist in Teilen nicht mehr zeitgemäß und bringt in einigen Bereichen Probleme wie Lärm und Luftschadstoffe mit sich. Die Stadt ist seit Jahren aktiv dabei, sich all diesen Herausforderungen anzunehmen. Auch für die Zukunft stehen noch viele Aufgaben bevor.

 

Um die Entwicklung der baulich-räumlichen Struktur in Gelsenkirchen zu steuern, erarbeitet das Referat Stadtplanung aktuell ein „Räumliches Strukturkonzept“ (RSK). Es enthält Zielvorgaben für die zukünftige Siedlungs- und Freiraumentwicklung, den Wohnungsmarkt, das zukünftige Straßen- und Verkehrssystem sowie die Schaffung einer verbesserten Aufmerksamkeit für die Attraktionen in der Stadt. Diese Zielvorgaben sind mit Aufgaben hinterlegt, die in den nächsten Jahren mit höchster Priorität zu bearbeiten sind. Das Konzept dient somit als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage für Verwaltung und Politik. Gleichzeitig soll es auch nach außen hin das städtische Handeln transparent machen.

 

Das Konzept liegt in einer Entwurfsfassung vor, an der viele Dienststellen der Verwaltung unter Einbindung der städtischen Politik mitgewirkt haben. Nun soll auch die Öffentlichkeit einbezogen werden. Über den Beschluss hierzu soll der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss am 24. Januar 2018 beraten. Den interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt soll ebenso wie allen Trägern, Vereinen und Institutionen die Gelegenheit gegeben werden, im Rahmen einer öffentlichen Auslegung des RSK Einblick in das Konzept zu nehmen und der Stadt ihre Meinung, Ideen und Wünsche dazu mitzuteilen. Das RSK wird vom 12. Februar bis zum 12. März 2018 im Rathaus Buer ausgelegt. Gleichzeitig wird es im Internetportal der Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht.