Agenda2030 - inklusiv und nachhaltig

Ausstellung bis zum 8. Februar 2018 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Pressemeldung der Stadt Gelsenkirchen

GE. Die Agenda21, Grundlage für die Etablierung von lokalen Agenda-Büros weltweit, beruht auf dem Beschluss der Vereinten Nationen 1992 in Rio. 15 Jahre später entwickelte der Staatenzusammenschluss die Agenda2030 - global denken, lokal handeln und global wirken - mit 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals / SDGs).

 

Im Rahmen einer multimedialen und inklusiven Installation präsentieren der aGEnda 21-Arbeitskreis „jung-engagiert“ und „bezev“ (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) Informationen zu der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und zu den damit verbundenen Entwicklungszielen. Die Ausstellung beantwortet Fragen wie: Wie hängen die SDGs, Nachhaltigkeit und Inklusion zusammen? Und was können wir in Gelsenkirchen tun, um zu einer inklusiven Umsetzung der SDGs beizutragen? Neben grundsätzlichen Informationen zur Agenda 2030 beinhaltet die Installation auch eine Präsentation über Nachhaltigkeitsaktivitäten aus Gelsenkirchen.

 

„Gelsenkirchen legt hier den Fokus auf das Nachhaltigkeitsziel 4 „Bildung“ und stellt Projekte vor wie die Zukunftsstadt 2030+, die Maßnahme Koordination für Kommunale Entwicklungspolitik oder den Internationalen Mädchengarten“, beschreibt Anna Konrad, Mitarbeiterin im aGEnda 21- Büro, den Gelsenkirchener Teil der Ausstellung.

 

„Besonders gut finde ich, dass die Ausstellung zeigt, wie wir uns als junge Menschen selbst aktiv an der Umsetzung von Nachhaltigkeit beteiligen können“, beschreibt Sara Göcen, stellvertretende Jugendratsvorsitzende, die Ausstellung nach ihrem ersten Durchgang. „Spannend wird auch der Workshop zur Agenda 2030 am 7. Februar“, freut sich ihre Kollegin Emily Verhey. Der Workshop steht unter dem Leitgedanken „Global denken –lokal handeln und global wirken“. Auf diesem erhalten die Jugendlichen Qualifizierungen in dem Thema Agenda2030 unter Einbeziehung der nachhaltigen Bildungsarbeit. Ziel ist die Entwicklung von Projektideen rund um die Stadt, das Schulumfeld und weltweit. Der Workshop dient als Vorbereitung für die 2. Eine-Welt-Konferenz der Jugend in Gelsenkirchen, Ende 2018.

 

Teil der Installation ist das Projekt "Heimatwä/ende?” der Waldschule Kinderhaus/Münster. In einer Kooperation der Schule mit der Künstlerin Gintare Skroblyte setzten sich SchülerInnen mit den Themen “Heimat, Flucht, fremd sein” auseinander. Daraus entstand ein bedrucktes Haus mit unterschiedlichen Assoziationen, Erinnerungen und eigenen Fluchterfahrungen.

 

„bezev“ setzt sich für eine gleichberechtigte Beteiligung von Menschen mit Behinderung in Entwicklungsprozessen ein, die zu einer gerechten und sozialen Welt beitragen und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestaltet werden. „bezev“ versteht die gleichberechtigte Beteiligung von Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung als Menschenrecht, fördert und unterstützt die Teilhabechancen von Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung in inklusiven Entwicklungsprozessen. „bezev“ wurde 1995 gegründet und ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, konfessionell und parteipolitisch ungebunden, arbeitet aber eng mit kirchlichen Hilfswerken und entwicklungspolitischen Organisationen zusammen.

 

Mehr Informationen finden Sie auf www.bezev.de.Die Ausstellung ist montags bis freitags, von 9 bis 17 Uhr, im Wissenschaftspark Gelsenkirchen (Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen) bis zum 8. Februar 2018 kostenfrei zu besichtigen.

 

Rückfragen an

 

aGEnda 21-Büro

Von-Oven-Straße 19

45879 Gelsenkirchen

Telefon: 0209 / 147 91 30

Fax: 0209 / 147 91 31

E-Mail: agenda21@gelsenkirchen.de

 

Hintergrund

 

Die Agenda21 der Vereinten Nationen, Grundlage für die Etablierung von lokalen Agenda-Büros weltweit, beruht auf dem Beschluss der UN 1992 in Rio. 15 Jahre später entwickelte der Staatenzusammenschluss die Agenda2030- global denken, lokal handeln und global wirken- mit 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen. Die Weiterentwicklung der Agenda 21 und die Aufstellung der globalen Ziele (SDGs) bieten nun die Grundlage für lokale und globale Maßnahmen. Im November 2015 stimmte der Rat, als erste deutsche Stadt, der Umsetzung der Agenda2030 zu.

 

Die Durchführung der Installation ist ein Beitrag im Rahmen der Maßnahme Koordination kommunaler Entwicklungspolitik und der Umsetzung der Agenda2030 auf lokaler Ebene - gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Die Installation „inklusiv ist nachhaltig“ wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ und durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. bezev wird gefördert aus Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst.