Grundstein für Erneuerungsprozess

Die Entwicklung im Stadterneuerungsgebiet nimmt Fahrt auf

Bochumer Straßen 99
Bochumer Straßen 99

Rundgang über die Bochumer Straße

 

GE. „Mit dem Erwerb von insgesamt 25 Immobilien Stadterneuerungsgebiet Bochumer Straße ist nun ein Grundstein gelegt, um den Erneuerungsprozess voranzutreiben“, erklärte die Geschäftsführerin der Stadterneuerungsgesellschaft (SEG) Helga Sander Oberbürgermeister Frank Baranowski und Stadtbaurat Martin Harter bei einem gemeinsamen Rundgang. Der Ankauf der Gebäude habe viel Zeit in Anspruch genommen. Jetzt werde man zügiger vorankommen. Auch für Außenstehende werden dann die Fortschritte deutlicher erkennbar sein.

 

Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Die Fortschritte im Stadterneuerungsgebiet zeigen, dass unsere Strategie, nicht für schnelle Effekte, sondern für langfristige Erfolge zu arbeiten, aufgeht. Es geht hier um Nachhaltigkeit und es geht darum, Räume zu schaffen, wo sich Menschen treffen können, wo sie plaudern, sich austauschen oder überhaupt erst kennen lernen können. Solche Räume entstehen gerade hier entlang der Bochumer Straße. Unterstützt wird dies durch Aktivitäten unserer Bildungs- und Wirtschaftspolitik. Ob Talentförderung oder Mikrokredite, diese Elemente greifen ineinander, etliche verstärken sich gegenseitig und manche entfalten erst mit der Zeit ihre Wirkung.“

 

 

Das "Ninety6" (Bochumer Straße 96)
Das "Ninety6" (Bochumer Straße 96)

Die von der SEG angekauften Immobilien werden saniert und neuen Funktionen zugeführt. Einige Projekte sind sogar bereits fertiggestellt: So sind zum Beispiel alle Räume des „Ninety6“ (Bochumer Straße 96) für „Junges Wohnen“ ausgebaut und inzwischen von Studenten bewohnt – und die scheuen nicht davor zurück, sich selbst aktiv einzubringen: Die bildende Künstlerin Gloria Ferraro und der Saxophonist Jakob Jentgens gestalteten den Hausflur mit einer Live-Performance. Auch im gemeinsamen Innenhof legten die Studenten selbst Hand an; mit einem frischen Kräuterbeet, Wandbebilderung und Sitzgelegenheiten lädt der Hof jetzt zu gemeinschaftlichen Aktivitäten ein.

 

Einen „kleinen Kiez“ soll es an der Bochumer Straße ebenfalls geben. Die Gebäude der Bochumer Straße 134 bis 142 sollen zu einer Kultur- und Gastromeile entwickelt werden. Als verbindendes Element bietet ein grüner Innenhof außerdem Platz für künstlerische Begegnungen, Außenbestuhlung, einen Biergarten sowie ein Tonstudio. Das ehemalige Theater in der Bochumer Straße 134 soll zu einem Veranstaltungsraum mit Kneipe, Bar und Platz für Kultur- oder auch Privatveranstaltungen ausgebaut werden.

 

Die Gebäude der Bochumer Straße 94, 96 und 98 wurden bereits 2014 von der SEG erworben und Instand gesetzt. Dort profitieren seit 2015 die jungen Bewohner des Quartiers entweder in der MOKI (mobile Kita) oder im Ücky (Ückendorfer Jugendtreff) von den Sanierungsarbeiten. Als niederschwelliges Angebot für Flüchtlings- und Migrantenkinder hat die MOKI täglich regen Zulauf. Sie kann ohne Voranmeldung besucht werden und ist mittlerweile weit über Ückendorf hinaus bekannt. Hinter dem Ladenlokal der MOKI befindet sich eine (noch) leere Lagerhalle. Sie soll in Kürze zu einer Psychomotorik-Halle ausgebaut werden. Zukünftig sollen nicht nur die Kinder der MOKI sondern Menschen aus dem ganzen Quartier die Halle für verschiedene sportliche Aktivitäten nutzen können. Auch die nicht unmittelbar an der Bochumer Straße gelegene Breilstraße 25 wird wiederhergerichtet. Im Erdgeschoss soll ein Stadtteilkinderzimmer als Wohlfühl- und Lernort entstehen. Die komplette erste Etage wird den Bildungspaten als WG-Wohnung dienen.

 

Im Juni 2017 erwarb die SEG außerdem das Gebäude an der Bochumer Straße 99. Die Immobilie ist momentan in einem unbewohnbaren Zustand. Deshalb wurden die Mieter in andere Wohnungen vermittelt. Langfristig ist geplant, das historische Gebäude als Boarding-Haus zu nutzen. Ebenfalls noch unbewohnbar ist das „Haus Reichstein“ (Bochumer Straße 114). Wegen des problematischen Zustandes gab es zunächst sogar Überlegungen das Haus abzureißen. Allerdings eignet es sich aufgrund ebendieses Zustands auch besonders gut als Modellhaus für Sanierungen. Deshalb wurde es zunächst vollständig entkernt und wird bald mit Unterstützung des Landes und des Bundes saniert. In dem Modellhaus sollen unter anderem auch Beratungen zu Sanierungsarbeiten durchgeführt und verschiedene Ansätze vorgestellt werden.

 

Das Stadterneuerungsgebiet Bochumer Straße soll insbesondere für junge Menschen mit kreativen und innovativen Ideen ein Ort der Begegnung und Entfaltung werden, in dem Wohnen und Arbeiten zusammen gedacht wird.

 

Kontakt:

Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen

Geschäftsführerin Helga Sander

Bergmannstraße 5, 45886 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 / 377 83 640

 

Mail: info@seg-gelsenkirchen.de

 

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