Neue Kinderumweltzeitung

Städtischer Raum mit seinen Möglichkeiten und Grenzen

GE. Druckfrisch halten die jungen Journalistinnen und Journalisten sie stolz in den Händen – die von ihnen mitgestaltete Kinderumweltzeitung (KUZ). Am Freitag, 16. März 2018, stellten die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Erle die neue Ausgabe unter dem Oberthema „Städtischer Raum mit seinen Möglichkeiten und Grenzen“ vor.

 

„Seit über zehn Jahren bieten wir den Heranwachsenden in unserer Stadt – und mit den vier Sonderausgaben für die „Grüne Hauptstadt Essen 2017“ auch darüber hinaus – die Möglichkeit, die für sie relevanten Themen aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit lebensnah zu erarbeiten und diese dabei einem breiten Publikum, sowohl in der hiesigen Schullandschaft, als auch in ihrem privaten Umfeld zu präsentieren“ freut sich Werner Rybarski vom aGEnda 21-Büro, der das mittlerweile preisgekrönte Projekt 2007 mit ins Leben rief.

In einem „intensiven Prozess mit der beteiligten Klasse“, so Michael Godau, federführender und verantwortlicher Journalist, konnten die Kinder über einen Zeitraum von mehreren Wochen das notwendige journalistische Knowhow selbst aktiv kennenlernen und üben. Unter sachkundiger Anleitung von Graphikerin Nicole Cub entstand eine Zeitung, die auch optisch allen professionellen Ansprüchen gerecht wird.

 

Schirmherrin Annette Berg, Dezernentin des Vorstandsbereichs Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration der Stadt Gelsenkirchen, ließ sich interessiert von den Erfahrungen berichten, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem unmittelbaren Umfeld bei der Recherche gemacht hatten: „Einigen Kindern sind die vielfältigen Angebote in ihrem Stadtteil gar nicht bekannt. Dem kann durch eine solche Zeitung, die ja auch nach Hause in die Familien getragen wird, sehr gut abgeholfen werden“, zeigt sie sich von der neuen Ausgabe überzeugt.

 

Auch Wilhelm Uhlenbruch, Leiter der Abteilung Marketing an der Volksbank Ruhr-Mitte, ist begeistert von den Ergebnissen, die die Kinder durch ihre Arbeit an dieser Ausgabe der KUZ vorweisen können: „Ein spannendes Projekt für unsere Stadt, das wir gerne fördern. Hier zeigt sich, dass unser Engagement vor Ort Früchte trägt, vom Lerneffekt über das Kennenlernen des eigenen Wohn- und Lebensumfeldes bis hin zur fachlich anspruchsvollen Darstellung ist alles drin.“

 

Auch die Schülerinnen und Schüler sind sehr zufrieden mit ihrer Zeitung. So bekam eine junge Polin die Gelegenheit, einmal den Schulweg in ihrem Heimatland mit all seinen Herausforderungen zu schildern.

 

Wenn in der kommenden Woche die Kinderumweltzeitung an allen Gelsenkirchener Schulen in den 3. bis 6. Klassen im Klassensatz verteilt und teilweise im Unterricht eingesetzt wird, ist es schon wieder Zeit, an die neue Ausgabe zu denken: Interessierte Schulen können sich im aGEnda 21-Büro informieren – für die Schulen ist das Angebot kostenfrei.

 

Die KUZ, gemeinsam herausgegeben vom städtischen Referat Umwelt und dem vom aGEnda 21-Büro, gefördert von der Volksbank Ruhr-Mitte, erscheint einmal jährlich mit jeweils acht Seiten für die Stadt Gelsenkirchen, zusätzlich gibt es bis zu vier weitere Sonderausgaben für benachbarte Städte wie Essen und Bottrop. Jede Ausgabe besteht aus einem vierseitigen Mantelteil, der sich mit den verschiedensten Umweltthemen sowie Ideen zur Raumaneignung von Kindern beschäftigt. Kern und Besonderheit der KUZ ist jedoch der Innenteil. Hier entstehen in einem mehrwöchigen Workshop Artikel von Kindern und Jugendlichen unter professioneller Anleitung von Journalisten und Graphikern.

 

 

Hinweis: Auf dem Foto ist vorne am Bildrand links die Klassenlehrerin Svenja Daft zu sehen, hinten links (hinter dem Jungen mit mintfarbenem Shirt) Bildungsdezernentin Annette Berg, vorne rechts (hinter dem Jungen in der grauen Jacke) die Grafikdesignerin Nicole Cub und der Journalist Michael Godau.

 

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