Vernetztes Gelsenkirchen

Modernes Verwaltungsmanagement am praktischen Fall

Foto:   pixabay.com
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Studentinnen untersuchen die Umsetzung der Vernetzten Stadt

 

GE. Wie kann man Digitalisierung in der Verwaltung umsetzen und nutzen? Und wie kann man externe Partner besser in den Umbruch zur digitalen Stadt einbinden? Kurz: Wie kann die Vision der Vernetzten Stadt weiter vorangetrieben werden? Mit dieser Herausforderung befassten sich eine Woche lang (23. April bis 27. April 2018) drei Studentinnen der Ruhr-Universität Bochum.

 

Im Zuge einer Praxiswoche waren Laura Pohlkamp, Sally Lisa Starken und Carolin Boll zu Gast in der Stadtverwaltung Gelsenkirchen und hatten die Möglichkeit, das theoretisch Gelernte nicht nur in der Praxis zu beobachten, sondern es auch aktiv anzuwenden und an fallorientierten Lösungen zu arbeiten. Ihre Ergebnisse stellten sie am Freitag, 27. April 2018, unter anderem Oberbürgermeister Frank Baranowski vor.

 

Die drei Studentinnen analysierten, welche Risiken und Chancen mit der Digitalisierung in der Stadtverwaltung einhergehen, wie Digitalisierung in der Stadt Gelsenkirchen organisatorisch eingebracht werden kann und wie dabei am besten mit externen Partnern kooperiert werden kann. Innerhalb von nur einer Woche konnte so eine umfangreiche Erstanalyse anhand leitfadengestützter Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Referaten der Verwaltung erstellt werden.

Mit viel Engagement bereiteten die drei Studentinnen des Masterstudiengangs „Organizational Management“ ihre Ergebnisse auf und überprüften den aktuellen Umsetzungsstand des Konzepts der Vernetzten Stadt. Sie wiesen auf viele bisherige Erfolge aber auch Hürden der Umsetzung hin und entwickelten verschiedene Handlungsempfehlungen. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt und der Universität diskutierten sie unter anderem darüber, wie das Thema Digitalisierung in all seiner Komplexität und Dynamik mit der Tradition städtischer Verwaltung vereinbar gemacht werden kann und wo dabei Chancen und Risiken liegen. Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Mich hat beeindruckt, wie die Studentinnen innerhalb so kurzer Zeit eine derart umfangreiche Analyse auf die Beine gestellt haben. Hier zeigt sich, dass es sich für eine Stadtverwaltung lohnt, den aktiven Austausch mit wissenschaftlichen Einrichtungen zu suchen und zu vertiefen.“

Mit der Praxiswoche in der Gelsenkirchener Stadtverwaltung schlossen die drei Studentinnen das Modul „Verwaltung und Verwaltungsreformen“ ab. Die Praxiswochen sind eine spezifische Lehr- und Lernform des Instituts für Arbeitswissenschaften (IAW) der Ruhr-Universität Bochum. In der Vertiefungsrichtung „Modernes Verwaltungsmanagement“ haben Studierende daher die Gelegenheit, bereits während des nebenberuflichen Studiums aktiv in bestehende Verwaltungsorganisationen einzutauchen.