Frühlingsfest auf dem Kanal

Begegnungsveranstaltung verschiedener Nationen

Pressefoto der Stadt Gelsenkirchen
Pressefoto der Stadt Gelsenkirchen

Pressemitteilung derStadt Gelsenkirchen

GE. Ein Bestandteil des Handlungskonzeptes der Stadt Gelsenkirchen  zur Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien ist die Durchführung von Begegnungsveranstaltungen mit  zugewanderten und einheimischen Menschen. Seit zwei Jahren organisiert das Referat Zuwanderung und Integration mit unterschiedlichen Kooperationspartnern entsprechende Veranstaltungen.

 

Anfang Mai trafen sich rund 250 Gäste an der Anlegestelle des Fahrgastschiffes „Santa Monika“ an den Sutumer Brücken, um interkulturell „in See zu stechen“. Die BOGESTRA holte mit einem gesponserten Linienbus Familien aus den Quartieren in Rotthausen, in der Altstadt und in Schalke ab und brachte sie zur Anlegestelle des Fahrgastschiffes.

 

Zunächst gab es für die großen und kleinen Seefahrer noch an Land eine kleine Stärkung. Auf der Fahrt wurde dann nach Art der Roma (übersetzt heißt Roma ganz einfach Mensch) ein Frühlingsfest gefeiert. Bei den Christen heißt es Georgstag, auf dem Balkan Djurdjevdan, bei den Muslimen Herdelezi. Auch viele Nicht-Roma waren zu diesem weltweit gefeierten Fest gekommen. Die Veranstaltung diente vor allem der Pflege sozialer Kontakte: Man lernte sich ungezwungen beim Tanz und unter Verwendung unterschiedlicher Sprachen kennen. Rumänisch, bulgarisch, türkisch, albanisch, griechisch, serbisch, kosovarisch, mazedonisch, bosnisch, spanisch und deutsch waren die Sprachen an Bord.

 

Musik der Gruppe „Balkan-Express“ lud zum Tanz. Zahlreiche "Roma-Engel", Kinder in traditionellen Trachten, tanzten vom ersten Stück an zu den bekannten, mitreißenden Melodien. Auch die Nicht-Roma hatten nicht lange Zeit zum Zögern: Die Roma-Engel halfen dabei, sofort den richtigen Rhythmus zu finden. Gemeinsam begrüßte man bei herrlichstem Wetter den Frühling und den Sommer mit einem herzlichen „Bahtalo Herdelezi!“  - „Glückliches Frühlingsfest!“

 

Viele Kinder, die größtenteils noch niemals Boot gefahren sind, erlebten einen unvergesslichen Abend. Die Eltern knüpften Kontakt zu Betreuern und Integrationslotsen der AWO, der Diakonie und des Caritasverbandes und verabredeten Beratungstermine.

 

 

Möglich wurde diese Fahrt im Rahmen des Kultur-Kanals durch die Organisation des Referates Zuwanderung und Integration/Kommunales Integrationszentrum der Stadt Gelsenkirchen in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt – Integrationsagentur.