Stadt gegen Raupen

Gefahr für Mensch und Tier durch die Raupen

Foto: Pressestelle der Stadt Gelsenkirchen
Foto: Pressestelle der Stadt Gelsenkirchen

Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen

Eichen-Prozessionsspinner treten in diesem Jahr gehäuft auf

 

GE. Wie andere Städte ist Gelsenkirchen in diesem Frühjahr besonders durch die Ausbreitung des Eichen-Prozessionsspinners gefordert. Am heutigen Mittwoch, 30. Mai 2018, waren Schädlingsbekämpfer im Auftrag der Stadt an 9 Kindertagesstätten (Außenfläche), 8 Schulen (Schulhöfe) und dem Bauspielplatz Horst im Einsatz. Die Raupen des Nachtfalters verspinnen sich in flächigen Nestern an Eichen und Hainbuchen. Für Menschen und Tiere sind die Härchen der Prozessionsspinner gefährlich. Sie können die Haut und Atemwege reizen und sogar allergische Schocks auslösen.

 

 

Allein an die Velsenschule (Grundschule) in Buer-Nord wurden die Schädlingsbekämpfer heute zweimal gerufen. Am Morgen wurden aus einem Hubsteiger heraus 15 Nester bekämpft. Anschließend wurde erneut eine Prophylaxe aufgetragen. Am Nachmittag entdeckte der Hausmeister dann weitere Nester. Der Schädlingsbekämpfer rückte erneut aus.

 

Erst vor 10 Tagen wurden die Raupen dort fachmännisch bekämpft (wie auch an der Albert-Schweitzer-Schule). Für Kinder, Eltern, Lehrer und Hausmeister keine einfache Situation bei den derzeitigen Temperaturen. Der Vorteil der großen schattenspendenden Bäume stellt die Schädlingsbekämpfer vor eine große Herausforderung. Während des Befalls bleibt der Schulhof gesperrt, die Fenster des Schulgebäudes geschlossen. Die Schulleitung hat den Eltern freigestellt, die Kinder zu Hause zu lassen. Auch die unmittelbar benachbarte Kita Niefeldstraße hielt die Fenster geschlossen. Draußen spielen konnten die Kinder nur auf einem benachbarten Grundstück.

 

Droht unmittelbare Gefahr, beispielsweise an einer hoch frequentieren Straße oder einem viel genutzten Fußweg, schreitet das Referat Sicherheit und Ordnung sofort ein und verständigt die Feuerwehr ‒ so wie heute Im Emscherbruch Höhe Sportplatz. Die Nester wurden durch die Feuerwehr abgeflämmt.

 

Die Stadt Gelsenkirchen arbeitet zurzeit an einer Neuauflage eines Infoblattes. Wichtig ist, sich von den befallenen Bäumen fern zu halten. Nach Kontakt mit Raupenhaaren ist es nötig, sofort die Kleider zu wechseln und ein Duschbad einschließlich Haarreinigung vorzunehmen, um die Raupenhaare, die sich mit ihren kleinen Widerhaken in der Kleidung, im Haar und der Haut festsetzen können, zu entfernen. Bei Auftreten von Krankheitszeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

Auch GELSENDIENSTE weist auf das vermehrte Auftreten der Eichenspinner hin: Hinweise über Eichenspinner nimmt GELSENDIENSTE per Telefon unter der Servicenummer 0209/954-20 (Mo-Fr, 8-18 Uhr), per E-Mail an die Adresse info@gelsendienste.de oder über den städtischen Mängelmelder www.gelsenkirchen.de/gemeldet entgegen.