Sommerspaziergang Bochumer Straße

Wie in jedem Jahr: Neues und Wissenswertes über die Bochumer Straße

Wie in jedem Jahr startete der Heimatbund Gelsenkirchen auch in 2018 wieder einen informativen Spaziergang über die Bochumer Straße. Eine der Hauptverkehrsadern und ehemalige Prachtstraße durch Ückendorf ist in den letzten Jahren stark in den Verruf geraten. Das soll sich bald wieder ändern. Viel Neues wird vermittelt, aber auch Altes und Restauriertes wird wieder angesprochen und erklärt. Viele Persönlichkeiten des öffentlichen Dienstes, Hauseigentümer und Zeitzeugen beteiligen sich an dieser Führung, erklären Aktuelles und Vergangenes.  

 

 

Volker Bruckmann, der Vorsitzende des Heimatbundes Gelsenkirchen hatte die Leitung dieses Spazierganges über die Bochumer Straße. Gegen 14:00 Uhr begrüßte er die ca. 30 Personen die zu dieser Führung erschienen waren und verwies auf den geplanten Ablauf, der allen Teilnehmern gewollt unbekannt war, und so einen gewissen Überraschungseffekt erzielen sollte. Mit dabei als besonderer Effekt war Jörg Seveneick, der den kompletten Rundgang filmisch begleitet hat und sich natürlich hierfür so viel Action wie eben möglich erhofft hatte.  Dieser Film soll dann auf der Website des Heimatbund Gelsenkirchen erscheinen.

 

Der Rundgang begann wie angekündigt um 14:00 Uhr am Nachbarschaftsgarten Bochumer Straße Ecke Flöz Sonnenschein. Hier wurde eine kurze Erklärung über die Entstehung vorgetragen und auch der Wunsch an mehr Beteiligung am Gartens erklärt.

 

Anschließend folgte ein Besuch bei den Heidelbürgern in der Heidelbergerstraße. Das geplante Objekt, der Gemeindesaal und die ehemalige Kita der Pfarrei St. Augustinus wurde im März 2018 gekauft und sollen zu einem genossenschaftlichen Wohnen umgebaut werden. Das Motto der Wohngenossenschaft lautet: Ückendorf braucht gute Schlagzeilen und Menschen die sie schreiben. So zum Beispiel „Genossenschaft fördert selbstbestimmtes Wohnen mit dauerhaft gesicherten Verhältnissen.“ 

 

Nach einer umfangreichen und sehr interessanten Vorführung über die geplanten Umbaupläne ging es weiter in den benachbarten Carl-Mosters-Park. Hier hielt Volker Bruckmann einen kurzen Vortrag über den Park und der vorhandenen Parkour-Anlage. Er bedauerte allerdings, dass es nicht gelungen war zu diesem Termin eine Vorführung der Anlage und des damit verbunden Sports zu erhalten.

 

 

Weiter ging es in die Claire-Waldoff-Straße zu den gerade bezugsfertig gewordenen, frisch sanierten Häusern aus dem 19. Jahrhundert. Herr Christfreund, der Eigentümer erklärte die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die enormen Kosten die damit verbunden waren. Als besonders schwierig erschien Einhaltung des Denkmalschutzes und die damit verbundenen Vorgaben, Beratungen und Diskussionen mit der Unteren Denkmalbehörde (UDB) in Gelsenkirchen. Ein Besuch in einer fertig sanierten Wohnung überzeugte schnell alle Anwesenden von der Richtigkeit, diese Häuser zu erhalten und zu sanieren. Dies bestätigte auch der Landtagsabgeordnete Watermeier, der hier bereits eine dieser                                                                                    Wohnungen bewohnt.

 

 

Leider muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass ein geplanter anschließender Termin im Talentzentrum Bochumer Straße, in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Gussstahlwerkes, nicht stattfinden konnte. Es wurde vieles versucht, aber es ist nicht immer alles möglich. So musste auch ein geplanter Besuch im VR Room, wegen Verspätung, abgesagt werden, da der Raum schon wieder anderweitig besetzt war. Auch ein geplanter Besuch bei der ÜCKY, dem Kinder- und Jugendtreff auf Bochumer Straße musste leider aus organisatorischen Gründen ausfallen.

 

 

Anschließend erfolgt ein kurzer Besuch an der geplante Psychomotorikhalle deren Außenwand als Graffitiwand für Gelsenkirchener Sprayer dient. Hier wurde schon fleißig Gebraucht von der angebotenen Möglichkeit gemacht. 

Ein anschließender Besuch im Ninte6, brachte weiter Einblicke in die Pläne für die Wiederbelebung der Bochumer Straße. Ninety6 ist ein Wohnkonstrukt, geplant für junge Menschen besonders für Studenten aus den Universitäten und Fachhochschulen der angrenzenden Städte, wie Bochum, Essen, und Dortmund. Ein gutes und naheliegendes Nahverkehrsangebot sowie eine gute und schnelle Anbindung ans Autobahnnetz in alle Richtungen scheint hier nicht ganz uninteressant zu sein. Die Häuser Ninety6 (Vorder- und Hinterhaus Bochumer Straße 96) sind mittlerweile sehr gefragt und werden auch reichlich genutzt. Dazu sagte Frau Schenk das hier insgesamt 14 Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Darunter auch einige WGs und die Anfrage steigt.

 

 

Beim Besuch im Haus Bochumer Straße 107 erklärte Frau Schenk, dass hier bereits die Folkwang Schule eingezogen ist mit den Studenten der experimentellen Fotografie. Es roch auch wirklich frisch renoviert. Weite Hochschulen haben bereits angefragt und Interesse für Arbeitsräume auf der

 

Die nächste Station war das Stadtteilbüro. 

Hier erwartete uns bereits Herr Vöcks. Als Leiter des Stadtteilbüros Bochumer Straße ist er Angestellter der Firme Stern, Berlin und die ist von der Stadt Gelsenkirchen, beauftragt, die Stadterneuerung und ganz besonders die Revitalisierung der Bochumer Straße zu ermöglichen.  An diversen Schaubildern erklärte er die Schritte die bereits erfolgt und was für die Zukunft geplant ist. An Hand von Schaubildern erklärte er die verschiedenen Zuständigkeitsbereiche und die nötige Zusammenarbeit dieser Ämter/Behörden.

Zum Abschluss erfolgte noch eine kleine Einführung im Garten des Subversivs „Kiez der Umsetzung“ und es gab die Möglichkeit eine Kernsanierung zu begutachten. Das war das Mystik. Immerhin sind hier noch ein paar Rosen zu bewundern. Im Innern ist alles verschwunden und muss neu aufgebaut und gestaltet werden. Zurzeit eine ungehinderte Durchsicht vom Hof bis zur Bochumer Straße.

 

 

Aber: Alles wird wieder gut.