Was den Sport wirklich ausmacht

Ehrung verdienter Gelsenkirchener Sportlerinnen und Sportler

Foto:   pixabay.com
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Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen

GE. Die meisten Sportarten sind momentan in der Sommerpause – nur an einer kommt momentan niemand vorbei. Sofern man sich nicht aus allen Medien zurückziehen möchte, sieht man derzeit kaum etwas anderes als Fußbälle, Fußballspiele, Fußballwortspiele in Politik und Nachrichten, strahlende Fußballer-Gesichter auf Paninikärtchen, bunte Fußballnudeln, und was man sich nicht alles so einfallen lässt.

 

Am Freitag, 22. Juni 2018, ging es im Hans-Sachs-Haus aber um andere Sportarten: Tischtennis, Hürdensprinten, American Football, Langstreckenlauf, Schwimmen und viele mehr. Denn bei aller WM-Euphorie erzielen auch andere Sporttreibende regelmäßig Erfolge, die es zu würdigen gilt. „Sorgen wir mit dafür, dass in unserer Stadt sichtbar und erlebbar bleibt, was den Sport wirklich ausmacht“, wünschte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski deshalb am Freitag und verlieh wieder die Stadtsportmünzen an rund 80 Gelsenkirchener Sportlerinnen und Sportler, bevor im Anschluss auch die Sportlerin, der Sportler, die „verdiente Persönlichkeit“ und die Mannschaft des Jahres geehrt wurden.

 

Beim Titel der Sportlerin des Jahres gab es diesmal ein Novum: Nicht eine Sportlerin wurde ausgezeichnet, sondern gleich zwei. Katharina und Lisa Michajlova sind Schwestern, die sowohl im Team als auch im Einzelwettkampf beim Tischtennis gewinnen können. Von der Makkabiade in Israel haben sie „gleich sechs Medaillen mit nach Hause gebracht, darunter fünf Goldene“, betonte Baranowski am Freitagabend bewundernd.

 

Als Sportler des Jahres hat auch Istvan Peni einige Erfolge zurück nach Gelsenkirchen gebracht. Der Sportschütze ist die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste am Luftgewehr. Er war bei den Olympischen Spielen von Rio 2016 dabei und bei den Weltmeisterschaften 2017 in Neu-Dehli schoss er sich eine Goldene und eine Bronzene Medaille.

 

Als verdiente Persönlichkeit wurde ein Mann ausgezeichnet, dessen Auswahl in dieser Kategorie dem Oberbürgermeister „fast schon zwingend vorkommt.“ Denn „Manfred Hopmann ist eine der Personen, die es überhaupt erst möglich machen, dass es so etwas gibt wie den Gelsenkirchener Sport.“ Der inzwischen fast 80-jährige wurde bereits 1957 für seine Leistungen als Schwimmer und beim Wasserball mit der silbernen Ehrennadel der Stadt Gelsenkirchen ausgezeichnet – und noch immer steht er am Beckenrand und arbeitet mit Kindern, Jugendlichen, Flüchtlingen genauso wie Senioren.

 

Im American Football steigt Gelsenkirchen jetzt sogar eine Liga auf. Nachdem der American Football Club der Gelsenkirchen Devils 2015 noch den dritten und 2016 den zweiten Platz erzielte, steigerte sich das Team konsequent und folgerichtig im letzten Jahr auf den ersten Platz der Oberliga.