Grabstein im Park

Eine Erinnerungsortetafel für Carl von Wedelstaedt

Im Von-Wedelstaedt-Park   -     Foto:W. Müller
Im Von-Wedelstaedt-Park - Foto:W. Müller

Pressemitteilung der StadtvGelsenkirchen

GE. Im Von-Wedelstaedt-Park wird eine neue Erinnerungsorte-Tafel eingeweiht. Die Enthüllung der Tafel nimmt Bezirksbürgermeister Michael Fath vor am:

 

Freitag, den 6. Juli, um 11 Uhr wird

im Von-Wedelstaedt-Park,

Parkstraße, 45886 Gelsenkirchen.

 

Die Tafel erinnert an den Gelsenkirchener Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Carl von Wedelstaedt (1864-1959). Sein Grabstein wurde kürzlich aus Marsberg, wo er bestattet war, nach Gelsenkirchen überführt und im Von-Wedelstaedt-Park aufgestellt. Dieser Park wurde im Jahr 1898 als Ückendorfer Gemeindepark auf Veranlassung Wedelstaedts angelegt und später nach ihm benannt. Die den Stein und die neue Erinnerungsorte-Tafel umgebende Grünfläche wurde im Zuge eines Ausbildungsprojektes durch zwei angehende Landschaftsgärtner von Gelsendienste umgestaltet.

 

Wedelstaedt war einer der bedeutendsten Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. Als Amtmann von Ückendorf spielte er eine wichtige Rolle bei der Bildung der Großstadt Gelsenkirchen durch die Eingemeindung der umliegenden Ämter im Jahr 1903. Danach war er von 1903 bis 1919 Bürgermeister und von 1919 bis 1928 Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. In seine Amtszeit fallen die schweren Krisen von Weltkrieg und Nachkriegszeit, aber auch zukunftsweisende Projekte wie der Bau des Hans-Sachs-Hauses. Er war bestens mit den besonderen Herausforderungen der Region vertraut. Daher war ihm nicht nur die städtische Wohnraumpolitik ein Anliegen, er setzte sich auch für die kommunale Neuordnung des Ruhrgebiets ein. Als wichtigen Erfolg konnte Wedelstaedt 1928 den Zusammenschluss von Gelsenkirchen, Buer und Horst verbuchen. Im gleichen Jahr ging er in den Ruhestand und übergab sein Amt an den früheren Oberbürgermeister von Buer, Emil Zimmermann.

Die Erinnerungsorte in Gelsenkirchen

 

Der Rat der Stadt hat das Projekt „Erinnerungsorte“ im Oktober 2005 beschlossen. Die Koordination liegt in Händen des Instituts für Stadtgeschichte (ISG). Das Projekt setzt vor allem auf bürgerschaftliches Engagement und vernetzt unterschiedliche erinnerungspolitische Initiativen. Ziel ist es, an historisch bedeutsamen Orten im Stadtraum zusätzliche Informationen in Gestalt von erläuternden Tafeln zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile gibt es in Gelsenkirchen etwa 190 Erinnerungsorte-Tafeln. Die Erinnerungsorte-Tafel zu Carl von Wedelstaedt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Gelsendienste und ISG.

 

Neben Bezirksbürgermeister Fath werden Vertreter des ISG und Gelsendienste als Ansprechpartner für die Vertreterinnen und Vertreter der Medien anwesend sein, darunter auch die beiden Auszubildenden, die die Fläche gestaltet haben.