Gelsenkirchener Solarmodule sind in Zenica angekommen

Interkommunales Kooperationsprojekt steht vor dem Abschluss

Foto:   pixabay.com -  Symbolfoto
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Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen

GE. Die Solarbrücke zwischen Gelsenkirchen und Zenica wird Realität. Die Solarmodule, die im Zuge von Umbaumaßnahmen am städtischen Busbahnhof keine Verwendung mehr fanden, wurden ertüchtigt und werden nun zu gleichen Teilen in Gelsenkirchen (Kinderburg im Revierpark Nienhausen) und Zenica (Pfadfinderlager) aufgebaut. Bürgermeisterin Martina Rudowitz übergab die Solaranlage in Zenica an die Pfadfinder. In den nächsten Wochen wird sie dort aufgebaut und liefert dann Strom für das abgelegene Camp. Kinder und Jugendliche in beiden Partnerstädten finden in Zukunft über begleitende Bildungsmaßnahmen praktischen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie.

 

Am 12. September waren die Solarmodule feierlich auf dem Alfred-Fischer-Platz hinter dem Hans-Sachs-Haus in Richtung Zenica auf den Weg gebracht worden, nun sind sie in Anwesenheit einer Delegation aus Gelsenkirchen unter Leitung von Frau Bürgermeisterin Martina Rudowitz in der bosnischen Partnerstadt angekommen.

 

Während des Aufenthaltes in Zenica wurde auch eine intensivere Zusammenarbeit der Hochschulen und im Sport vereinbart.

 

In Gelsenkirchen arbeiten - neben der Stadt - freie Träger (Ziegenmichelhof, der Freundeskreis Zenica, der aGEnda 21 e.V.) wie auch Akteure aus der Wirtschaft (LOXX, BEPRO Steel, Zinq) sowie die Westfälische Hochschule am gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung in Gelsenkirchen und dem bosnischen Zenica.

 

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsaktivitäten Gelsenkirchens wurde die Partnerschaft mit der Teilnahme am Pilotprojekt „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ um die Zusammenarbeit zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (sustainable devolopement goals oder SDGs) erweitert. Ziel des Pilotprojektes sind die beispielhafte Darstellung der Umsetzung der Agenda 2030 und ihre Implementierung auf den jeweiligen lokalen Ebenen.

 

Der Projektstart war im Januar 2017. Innerhalb eines Jahres erarbeiteten die beiden Städte gemeinsame Ideen zur Umsetzung der Agenda 2030. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, hochwertige Bildung in beiden Städten zu ermöglichen, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und zu verankern“, so Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen. „Moderne erneuerbare Energie soll für möglichst viele Menschen zugänglich gemacht werden und zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.“

 

 

Seit 49 Jahren besteht die Städtepartnerschaft. Ziel dieser Partnerschaft sind Austausch und Transfer von Wissen zwischen den beiden Kommunen. Es werden hier ganz unterschiedliche Themen diskutiert: Ob Bildung, Kultur oder wirtschaftliche Zusammenarbeit, jede Kommune trägt ihren Teil zu einem freundschaftlichen Austausch und einer effektiven Zusammenarbeit bei. Der Austausch findet aber nicht nur zwischen den beiden Verwaltungen statt, sondern in diesem Rahmen kooperieren auch Schulen, Hochschulen sowie Akteure aus dem Sport und der Jugendarbeit.


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