High noon: 12:00 Uhr mittags

Subversiv an der Bochumer Straße eröffnet!

Die Eröffnungsveranstaltung Subversiv in der Bochumer Straße 138. nimmt ihren Lauf. Mehrere Hundert Interessierte habe sich in den noch nicht ganz fertiggestellten neuen Räumen eingefunden, um im gemütlichen Baustellenambiente an diesem Beispiel der Wiederbelebung der Bochumer Straße teilzuhaben, um Zeuge dieser Wiederbelebung zu sein und um festzustellen, dass sich tatsächlich Dinge ändern können.

 

 

 

Und jetzt war es soweit:

12:00 Uhr mittags, der 27.10. 2018.

 

Diverse Workshops, die sich der Erstellung von kreativen Schlüsselanhängern aus alten Skateboards, und mit dem Farbenspiel bei der Malerei beschäftigten, weckten das Interesse vieler Besucher.

Pimp your bag war eines der Mottos.  Egal, ob Batik, Sprühdose, Pinsel oder Stift – das war der Workshop, bei dem lahmer Stoff auf Farbe trifft!

 

 

Und bei der Jam-Session

hatte jeder, der schon immer ein Instrument ausprobieren wollte, hier genau den richtigen Background. Mit Julian Rybarski von der Mädchenmusikakademie NRW und anderen Musikbegeisterten konnte man mit verschiedenen Instrumenten herumexperimentieren.

Egal ob Anfänger* in oder Vollprofi - alle waren willkommen!

 

In der AllDay Ausstellung

bot sich eine schwungvolle Reise durch wahre Farbexplosionen und vielfältige Malereien, die Fantasie der Besucher.  Geprägt von der Suche nach dem Bunten, ließen die angehenden Künstler*innen alle Regeln außer Acht und präsentierten hier zum ersten Mal ihre Werke der Öffentlichkeit.

Der Vortrag: „Subversiv - gestern, heute und morgen“

 

 

bot einen kleinen Abriss über die Entstehungsgeschichte des Subversivs. Vom Start als Freiraumkollektiv, über den ersten Laden, bis hin zur Eröffnungsfeier auf, hier der Bochumer Str. 138. Zum Abschluss gab es noch eine Aussicht auf geplante Veranstaltungen und Ziele des Subversiv Gelsenkirchen

Auch der OB Frank Baranowski war anwesend und richtete ein paar Grußworte an die Besucher und Veranstalter.

Ferner gab es einen Dokumentarfilm über das Zusammenspiel von Popkultur und rechter Ideologie, der die Entwicklung nationalistischer Musik seit den späten 70er Jahren in Deutschland reflektiert. Darauf folgte eine Diskussionsrunde zu diesem Thema.

Doch was wäre das Subversiv ohne das legendäre Kicker-Turnier? Die Gewinner*innen bekamen Freigetränke und wurden als erstes Team auf dem Ladenpokal verewigt.

 

Es gab auch reichlich unterhaltende Musik

Dank verschiedener Musikgruppen von Blues über Rock ´n´ roll bis Pop war die gesamte Bandbreite von Nostalgie und Avantgarde genauso wie Exzentrik und Authentizität vertreten.

 

Das Kreativ Quartier Ückendorf erklärt, warum das Projekt „Subversiv“ heißt…

Das Subversiv ist ein soziokulturelles Freiraumprojekt. Das Projekt möchte ein Gegenmodell zu ausgrenzenden Strukturen in unserer Gesellschaft darstellen. Es soll ein Ort erschaffen werden, an dem sich alle Menschen frei entfalten können. Insbesondere Personen die sich von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen, weil sie nicht den Normen und Werten der Mehrheitsgesellschaft entsprechen - oder einfach in entspannter Atmosphäre die Gesellschaft von Freund*innen, Bekannten und Fremden genießen. Das ist Subversiv!

Kultur, Politik, Gesellschaft – das sind die drei Säulen des Subversiv Gelsenkirchen.

Ob es neben den vielseitigen Projekten des Kreativ Quartier Ückendorf noch Bedarf am Subversiv gibt? Na klar! Die Kombination aus kulturellem Angebot, politischen Inhalten und lockerem Nachtleben ist in Ückendorf einzigartig – und deshalb eine Bereicherung für den gesamten Stadtteil.

Hinter dem Projekt steht der gemeinnützige Verein „Subversiv Gelsenkirchen – Verein zur Förderung urbaner Kunst und Kultur e.V.“, die Organisation erfolgt ehrenamtlich. Entstanden ist der Verein durch eine Gruppe von Freund*innen, denen schnell deutlich wurde, dass ein Bedürfnis nach solch einem Ort, zur freien Entfaltung, in vielen Gelsenkirchener*innen vorhanden ist.

Der Rahmen ist gewachsen, die Motivation ist heute dieselbe wie damals: einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen, gleich welcher Herkunft, gewählten Lebensstils oder Alters wohl fühlen; einen Ort zu etablieren, der die vielen, teilweise noch versteckten kreativen Potenziale im Quartier bündelt und in dem Raum geschaffen wird für Ideen, an denen das Projekt sowie jede*r Einzelne wachsen kann.

Durch das Subversiv soll die Bochumer Straße wieder ein gutes Stück mehr Attraktivität und urbanes Leben dazugewinnen. Da sich darüber hinaus viele weitere kleine und größere Projekte in konkreter Planung und Umsetzung befinden, ist zu erwarten, dass die Revitalisierung der Bochumer Straße eine Erfolgsgeschichte sein wird.

Ückendorf aktuell wird weiter berichten….

 

Alle Fotos: Volker Bruckmann 2018

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