Düsseldorf meets Ückendorf

Düsseldorfer Landesregierung  auf Besichtigungstour durch Ückendorf

Die mittlerweile unübersehbaren Fortschritte im Sanierungsgebiet Bochumer Straße standen bei dem informellen Besuch von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, am Vormittag des 31. Oktober 2018 im Vordergrund.

 

Nach einem kurzen Vorgespräch im Büro der SEG (Stadterneuerungsgesellschaft) ging es durch den Lärm und Schmutz der Straßenbaustelle Bochumer Straße / Bergmannstr. rüber in die Hausnummer 94 der Bochumer Straße in die dort ansässige „Mobile Kita“. Es folgte eine kurzen Besichtigung der dazugehörigen Räumlichkeiten sowie eine Erklärung von Frau Sander (Leiterin SEG) und Frau Feldmann (Stadtplanung Bezirk GE Mitte und Süd) ) dem Stadtbaurat Martin Harter  und OB Frank Baranowski, zu einer ca. 150m² großen angrenzenden  Halle, die die Möglichkeit bietet in eine Sporthalle umgebaut zu werden. Hier soll die bereits viel zitierte Psychomotorikhalle entstehen. Folgende Ziele sind vorgegeben:

Foto:  © Markus Mucha
Foto: © Markus Mucha

    Umsetzung von Sport- und Bewegungsangeboten,

    insbesondere für Kinder und Jugendliche

•  Öffnung der Halle für das Quartier

•   niederschwellige Anlaufstelle für das  Quartier

    Bochumer Straße

•   Aktivierung von Prozessen zur Intensivierung

    gesellschaftlichen Zusammenhalts

•   Förderung der sozialen Integration im Quartier

 

Von hier aus ging es weiter zur Besichtigung der Heilig Kreuz Kirche, die künftig als multifunktionales Veranstaltungszentrum ein neuer kultureller Quartiersmittelpunkt an der Bochumer Straße sein wird. Zusätzlich zu den Plänen für das Kirchengebäude erläuternden die Gastgeber die geplanten Maßnahmen zu den anhängenden Gebäuden, vor allem dem linken, dem ehemaligen Sparkassengebäude. Hier besteht die Möglichkeit, dass dieses Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird, oder, wie es die Stadtverwaltung gerne hätte, abgerissen wird und durch einen gleichwertigen Neubau im passenden Baustil ersetzt wird.

 

Weiter ging die Führung zum „Haus Reichstein“ an der Bochumer Straße 114. Angesichts des Zustandes der 2014 erworbenen Immobilie wurde über einen Abriss nachgedacht. Doch dann entschied sich die SEG für die Nutzung als „Schaustelle“, die sich als Modellhaus für die Sanierung eines Gründerzeitgebäudes eignet.

 

„Das Haus steht unter Denkmalschutz, weshalb es sich als Modell noch besser eignet. Inzwischen ist viel alte Bausubstanz entkernt und wir sehen, welche Holzschutzmaßnahmen und mehr erforderlich sind. Im Rahmen der altbaugerechten Sanierung nach modernen Maßstäben erhält jede Etage einen Schauraum, in dem sich Interessierte ansehen können, wie das Gebäude sich kernsaniert dargestellt hat und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Die SEG geht insgesamt von einem Sanierungszeitraum bis zur endgültigen Fertigstellung von ca. 10 Jahren aus.

 

Den Abschluss bildete ein Besuch in dem gerade erst eröffneten „Subversiv“. Das Subversiv ist ein soziokulturelles Freiraumprojekt. Hier bündeln sich kulturelle, soziale und politische Vorstellungen einer bunteren Welt an einem Ort. Die Betreiber legen Wert auf Vielfalt, sowohl bei den  Veranstaltungen als auch bei den  Gästen. Jede*r ist willkommen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Sexualität. Das Ideal der Betreiber ist eine Gesellschaft frei von Diskriminierung. Nach diesem Prinzip wird das Projekt gestaltet.

 

 

Nach einigen erklärenden Worten von Frau Sander und Frau Feldmann endete der Besuch für die Ministerin mit einem kleinen Imbiss, bevor es zum nächsten Termin weiterging.

Foto: W. Müller 2018
Foto: W. Müller 2018