Von der Kita in die Grundschule.

Sexualpädagogisches Konzept wird ausgeweitet.

Foto:   pixabay.com -  Symbolfoto
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Bericht: Kordula Küper für Ückendorf-aktuell.org

Der Präventionsrat Gelsenkirchen hat in den vergangenen Jahren Maßnahmen und Instrumente zur Prävention und Früherkennung von sexuellem Missbrauch entwickelt, unter anderem ein „Sexualpädagogisches Konzept“. Es wurde seit 2017 in den Kindergärten der Stadt eingesetzt – und wird nun ausgeweitet auf den Grundschulbereich.

 

Das „Sexualpädagogische Konzept“ soll das Wissen von Fachkräften in Kitas und Schulen stärken und eine eindeutige Haltung unterstützen. Es ist modular aufgebaut wie folgt:

 

Modul 1: Vermittlung von Fachwissen

Modul 2: Stärkung der persönlich-professionellen Haltung, Reflektion der eigenen Entwicklung, Normen und Werte

Modul 3: Rechtliches, medizinische und psychologische Aspekte

Modul 4: Vorstellung von Präventionskurse, alters- und entwicklungsgerechte Medien/Bücher; jede Grundschule erhält eine eigene Medienbox.

Modul 5: Elternnachmittag, -abend, selbstständig durchzuführen an der jeweiligen Grundschule.

 

Mit Nachdruck verweist man darauf, dass das „Sexualpädagogische Konzept“ nicht als Aufklärungsunterricht zu verstehen ist. Vielmehr sollen die Fachkräfte befähigt werden, adäquat auf Fragen zu Liebe und Körperlichkeit zu antworten – als Teil der Prävention von sexueller Gewalt. Die Begleitung von Kindern in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen darf nicht allein auf persönlichen Erfahrungen und der privaten Einstellung der Fachkräfte basieren. Sie erfordert Qualitätsstandards, die trägerspezifisch weiterentwickelt und ergänzt werden können.

 


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