Klangerlebnis auf allen Etagen im Justizzentrum!

Neujahrskonzert „Üvertüre“ begeisterte!

Foto: Volker Bruckmann
Foto: Volker Bruckmann

„Ückendorf sang“. Mit diesen Worten nach dem gemeinsamen Singen bekannter Melodien aller Besucher im Atrium des Justizzentrum Gelsenkirchen an der Bochumer Straße endete die erste „Üvertüre“, zu dem der Verein „Galeriemeile Gelsenkirchen“ am 25. Januar 2019 eingeladen hatte. Im Verein „Galeriemeile Gelsenkirchen“ haben sich die Galerien, die im gesamten Stadtteil Ückendorf zu finden sind, zusammengeschlossen.

 

Zur Einstimmung und zum „Ankommen“ spielten ab 18.15 Uhr die Dixihupen und erlaubten dadurch ein beschwingtes Ankommen und Kennenlernen der Örtlichkeiten, die viele Besucher zum ersten Mal von innen sahen, obwohl das Gebäude bereits seit Anfang 2016 in Betrieb ist. Wer übrigens die Dixihupen (nochmal) hören möchte, hat am Samstag, den 16.02.2019 in der Gaststätte Jägerhof an der Bergmannstraße 51 die Gelegenheit dazu.

 

Der Präsident des Amtsgerichts, Dr. Mathias Kirsten und Kulturdezernentin Annete Berg lobten in ihren Ansprachen das Engagement, das diesen Abend möglich gemacht hat und luden zu weiteren Aktivitäten ein. Durch den Abend führte der Künstler und maßgebliche Organisator des Abends, Christoph Lammert, der momentan zusammen mit weiteren Aktiven das genossenschaftliche Wohnprojekt „HeidelbÜrger“ an der Heidelberger im ehemaligen Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche realisiert.

 

Zu Beginn des Musikprogramms gaben von der ersten Etage aus die Mitglieder des Justizchors Teile aus ihrem Repertoire zum Besten. Begab man sich an verschiedene Stellen im Gebäude, hatte man viele faszinierende unterschiedliche Klangerlebnisse.

 

Die Musikerin Manuela Clermont begeisterte mit bekannten Melodien, die sie gesanglich und auf dem Klavier begleitend, präsentierte.

 

Der Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Beyong-Il Yun, der in Ückendorf im Schumannhaus angehenden koreanischen Musikstudenten wertvolle Starthilfe gibt, bestach mit klassischen Klängen auf höchstem Niveau.

 

Das Highlight des Abends war das Streichertrio „Duck Tape Ticket“, das mit teilweise experimentellen Klängen dem Abend einen ganz besonderen musikalischen Anstrich gab.

 

Zum Abschluss präsentierten die 11 Stimmen des Vocalensembles Memories Gospels, Popsong und afrikanische Klänge, bevor es zum krönenden Abschluss des Abends hieß „Ückendorf singt“. Die Besucher nahmen die Einladung der Memories gerne an und klatschten und sangen aus voller Kehle mit.

 

Der Veranstaltungsraum bestach durch eine hervorragende Akustik, so dass sich viele Besucher während der gesamten Veranstaltung auf den Weg machten und die Klänge von verschiedenen Orten des Gebäudes zu genießen und wahrzunehmen.

 

Der Caterer des Justizzentrums bot leckere Speisen für kleines Geld und empfahl sich damit, ihn auch einmal im laufenden Betrieb zu beehren, denn, und das betonte der Direktor des Amtsgerichts, Dr. Mathias Kisten besonders, das Gerichtszentrum legt Wert darauf, dass die Menschen aus Gelsenkirchen sich dort willkommen fühlen. Jeder ist jederzeit willkommen, auch wenn kein Besuch beim Grundbuchamt oder gar eine Vorladung bei Gericht ihn dazu zwingt, mal einer Gerichtsverhandlung oder einem Versteigerungstermin beizuwohnen. Die Kantine ist öffentlich und jeder ist willkommen, auch hier seine Zeit zu verbringen.

 

Der Heimatbund Gelsenkirchen präsentierte auf drei Informationstafeln die Geschichte Ückendorfs. Die informativen Tafeln verbleiben noch über das Neujahrkonzert hinaus im Gebäude, so dass sich die Besucher über die Geschichte des Orts und seiner Umgebung informieren können. Besonders begeistern die historischen Fotos, auf denen z. B. auch zu sehen ist, wie die Bochumer Straße in früheren Zeiten aussah oder wie das Gelände des heutigen Wissenschaftsparks mit dem Gussstahlwerk und der Zeche Rheinelbe bebaut waren.

 

Den Weg nach Ückendorf fanden neben vielen Nachbarn aus dem Stadtteil auch etliche Interessierte aus anderen Stadtteilen. Zum Schluss waren sich alle einig, dass die Veranstaltung, die in diesem Jahr ihre Premiere feierte, auf jeden Fall nicht die letzte ihrer Art gewesen sein sollte.

 

Alle, die nicht dabei sein konnten, können sich schon einmal den 24. Januar 2020 in den Kalender eintragen. Dann soll die Üvertüre in die zweite Runde gehen.

Fotos: Vocalensemble Memories und Jesse Kraus


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