Modellstadt Gelsenkirchen baut digitale Anwendungen weiter aus

Die Stadt Gelsenkirchen und Huawei vereinbaren auf dem Mobile World Congress weitere Zusammenarbeit

OB Baranowski bei Vertragsunterzeichnung mit Huawei
OB Baranowski bei Vertragsunterzeichnung mit Huawei

GE. Die Stadt Gelsenkirchen und die Huawei Technologies Deutschland GmbH haben in Barcelona beim Mobile World Congress 2019 eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, die eine weitere enge Zusammenarbeit anstrebt. Bereits seit dem März 2016 gibt es eine Kooperation der beiden Partner. Damals hatte Oberbürgermeister Frank Baranowski gemeinsam mit Vertretern des Unternehmens auf der Cebit vereinbart, innovative Projekte zu entwickeln, um Gelsenkirchen zu einer Beispielstadt für digitale Lösungen zu machen. Inzwischen ist Gelsenkirchen eine von fünf digitalen Modellstädten in NRW, Modellstadt im europäischen Netzwerk „Digital Smart Cities Challenge“ und als „Vernetzte Stadt“ auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Diese Zusammenarbeit wollen die Partner weiter ausbauen.

 

Oberbürgermeister Frank Baranowski erklärte während der Unterzeichnung, die Ziele der Stadt Gelsenkirchen: „Die Unterstützung wird uns helfen, die digitale Stadt weiter auszugestalten. Unsere Zukunftsvorstellung geht aber noch weiter. Wir wollen nicht nur eine digitale Stadt sein, sondern wir wollen eine „vernetzte Stadt“ sein. Es geht uns nicht allein um technische Anwendungen – für uns als Kommune geht es zuerst um die Menschen, die in Gelsenkirchen leben. Am Ende müssen alle technischen Neuerungen das Leben ein Stückchen erleichtern. Wir haben über Jahre in unserer Stadt Netzwerke aufgebaut und gepflegt, im sozialen Bereich, in der Wirtschaft, im Sport, der Kultur und der Bildung. Die Digitalisierung soll uns helfen, diese Netzwerke noch besser zu nutzen und zu leben.“

 

Im Zentrum der Zusammenarbeit wird ein Open Innovation Lab stehen – ein digitales Versuchslabor unter freiem Himmel, an dem viele weitere Partner mitwirken sollen und werden. Das wird ein großer gemeinsamer Prozess, der eine starke technische Grundlage braucht, die Gelsenkirchen von seinem Partner Huawei Technologies erhält.

 

Der Messeauftritt der Stadt Gelsenkirchen war gemeinsam mit der Business Metropole Ruhr (BMR) unter der Überschrift „Ruhr Metropolis meets MWC“ entwickelt und präsentiert worden. Im Mittelpunkt stand die Präsentation der Idee eines solchen Versuchslabors in Gelsenkirchen. Das Projekt fand auf der begleitend laufenden Zukunftsmesse 4YFN (Four Years From Now) große Beachtung. Hier entwickelten sich auch interessante Gespräche mit Start-ups aus der Metropole Ruhr. Dabei ging es um Themen wie digitale Beleuchtung, digitale Parkmanagementsysteme und digital gesteuerte Abfallentsorgung.

 

 

All diese Innovationen sind nur mit dem neuen 5G-Standard im Mobilfunk möglich. Die Vernetzung von Maschinen in der Industrie und intelligenten Geräten zu Hause benötigt schnelle Übertragungsraten. Die neue Technik unterstützt die Digitalisierung vieler Lebensbereiche und macht sie oft erst möglich. Oberbürgermeister Frank Baranowski nutzte daher die Messe, um mit Vertretern des Telekommunikationsunternehmens Telefonicá über mögliche 5G-Anwendungen zu sprechen. Bei einem Gespräch mit Telekom-Deutschlandchef Dr. Dirk Wössner ging es um Smart-City-Anwendungen im Mobilfunkbereich.

Im Gespraech-Olaf Plate-Telekom, Rasmus C. Beck-BMR und OB Frank Baranowski


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