Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Ist Frauenarbeit weniger wert?  Gemeinsamer Aktionstag zum Equal Pay Day 2019

GE. Seit 2008 fordern Frauen in Deutschland beim „Equal Pay Day“ (EPD) gleiches Geld für gleiche Arbeit ein. Viel getan hat sich in den vergangenen zwei Jahren nicht. Der Entgeltunterschied beim Bruttoarbeitslohn beträgt immer noch 21 Prozent. Das entspricht umgerechnet 77 Tagen. Frauen arbeiten damit bis zum Equal Pay Day am 18. März quasi umsonst. Zum Vergleich: In der Schweiz ist der EPD am 22. Februar.

 

Die Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe (FAGEL), der auch die Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen angehört, lädt zu einer zentralen Protestveranstaltung für Montag, 18. März um 17.30 Uhr in die Stadthalle Oer-Erkenschwick, Berliner Platz 14 ein.

 

Das Motto in diesem Jahr lautet „Wertsache Arbeit – Ist Frauenarbeit weniger wert?“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen ein Auftritt der Poetry-Slamerin Ella Anschein und ein Vortrag der Soziologin Sarah Lillemeier. Sie war federführend beteiligt an der Entwicklung des Berechnungsindexes „Comparable Worth“ (vergleichbarer Wert). Er ermöglicht es, Tätigkeiten geschlechtsneutral hinsichtlich ihrer Anforderungen und Belastungen zu vergleichen. Sarah Lillemeier stellt das Messinstrument vor.

 

 

Zum Ausklang der Veranstaltung erwartet die Teilnehmerinnen – Männer sind natürlich auch willkommen – ein „Red Dinner“. Rot steht für die roten Zahlen in der Geldbörse. Dennoch werden ein kleiner Imbiss und Getränke serviert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.


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