Quartiersservice Sauberkeit und Ordnung ist gestartet

65 neue Jobs im Sozialen Arbeitsmarkt

Quartiersservice Foto: Stadt Gelsenkirchen Pressestelle
Quartiersservice Foto: Stadt Gelsenkirchen Pressestelle

GE. Der soziale Arbeitsmarkt nimmt Fahrt auf. Der Quartiersservice Sauberkeit und Ordnung wird seit dem 1. Mai aufgebaut. Für den Quartiersservice werden 65 Menschen, die zuvor langzeitarbeitslos waren, als sogenannte Quartiersmeister in der Stadt unterwegs sein. Sie sollen dazu beitragen, dass verstärkt für Sauberkeit und Ordnung gesorgt ist.

 

 

Oberbürgermeister Frank Baranowski sieht in dem Projekt den Lohn für jahrelange Beharrlichkeit: „Zwölf lange Jahre hat es gedauert, bis unser Gelsenkirchener Appell, den wir gebetsmühlenartig wiederholt haben, Wirkung gezeigt hat und wir nun endlich einen sozialen Arbeitsmarkt aufbauen können, um langzeitarbeitslose Menschen in Lohn und Brot zu bringen.“ Endlich könne diesen Menschen eine Perspektive geboten werden. Zudem seien sie eine willkommene Unterstützung bei einem weiteren städtischen Projekt, so der Oberbürgermeister: „Unter der Überschrift ‚Weil es UNSERE Stadt ist. Für Sicherheit & Ordnung in Gelsenkirchen‘ hat die Stadt ihre Kräfte gebündelt. Da ist es gut, wenn nun deutlich mehr Menschen im Stadtgebiet bei regelmäßigen Rundgängen unterwegs sind. Wir erreichen also gleich zwei Ziele: Wir bringen Menschen in Arbeit und tun noch mehr für ein sauberes und ordentliches Stadtbild.“

Quartiersservice Foto: Pressestelle Stadt Gelsenkirchen
Quartiersservice Foto: Pressestelle Stadt Gelsenkirchen

 

Thomas Richter, Abteilungsleiter im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt, skizziert die lange Aufgabenliste des Quartiersservice: „Bei ihren regelmäßigen Rundgängen in den Stadtteilen sind sie Ansprechpartner für Gewerbetreibende sowie Bewohnerinnen und Bewohner. Sie werden die Beschwerden und Anliegen an den Kommunalen Ordnungsdienst, Gelsendienste und weitere Kooperationspartner wie zum Beispiel den Stadtteilbüros weiterleiten. Kleinere Verschmutzungen werden sie aber auch selbst beseitigen und auch die Personen ansprechen, die Hundekot oder Abfälle nicht ordnungsgemäß beseitigen. Es werden also Kümmerer vor Ort sein.“

 

Träger der Maßnahme Quartiersservice sind die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Caritas und die Gelsenkirchener Arbeitsförderungsgesellschaft GAFÖG. „Schalke ist eines unserer Schwerpunktquartiere. Hier wird die Maßnahme von der AWO und von der GAFÖG mit insgesamt fünf Personen umgesetzt, drei kommen von der AWO die anderen beiden von der GAFÖG“, erläutert Thomas Richter.

 

Bis zum Sommer sollen 200 Menschen durch den Sozialen Arbeitsmarkt wieder im Arbeitsleben integriert werden. Bis zum Jahresende soll sich die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf 400 verdoppelt haben. Etwa ein Viertel der Stellen könne im privatwirtschaftlichen Bereich angesiedelt werden, schätzt Sozialdezernent Luidger Wolterhoff.  Rund 1,2 Millionen Euro sind im städtischen Haushalt für die Förderung der Beschäftigungsverhältnisse veranschlagt. „Da die Menschen nun aber einen Arbeitsplatz haben, entfallen die von der Kommune zu tragenden Kosten für ihre Unterkunft. Es entstehen für die Stadt also keine zusätzlichen Kosten“, erläutert Wolterhoff und führt weiter aus: „Wir hoffen, dass der Soziale Arbeitsmarkt hilft, Menschen dauerhaft ins Arbeitsleben zu integrieren. Das wäre ein Gewinn für die gesamte Stadt. Für die Stadt wird es aber schon jetzt positive Effekte geben weil ein großer Teil der Menschen im Bereich Sauberkeit und Ordnung sowie in der Grünpflege tätig sein wird.“

 

Damit die Menschen ihre Aufgaben erfüllen und sich eine Perspektive für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erarbeiten können, werden sie entsprechend angeleitet und qualifiziert. Dafür ist bei der AWO Frank Schmelting als Anleiter zuständig. Vor Dienstantritt haben die Teilnehmenden bereits eine Inhouse-Schulung absolviert, bei der zum Beispiel die abzulaufenden Routen geplant und Infos über das jeweilige Quartier gegeben wurden. „Hinzu kommen Schulungen etwa mit GELSENDIENSTE, bei der es um Fragen der Müllentsorgung gehen wird, ein Deeskalationstraining steht ebenso auf dem Programm wie ein Tag mit Arzt Mobil, bei dem die Streetworkerinnen bei ihrer Arbeit begleitet werden. Auch beim Kommunalen Ordnungsdienst werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hospitieren“, gibt Frank Schmeling einen Einblick in die umfangreichen Schulungen. Während die Mitarbeiter der GAFÖG in Schalke-Nord unterwegs sein werden, ist der Quartiersservice der AWO im weiteren Schalke auf Streife.

 

Zunächst ist der Quartiersservice auf zwei Jahre befristet, um dann zu prüfen, ob das Projekt fortgesetzt wird. Oberbürgermeister Frank Baranowski ist zuversichtlich: „Ohne das Ergebnis der Prüfung vorwegnehmen zu können, setze ich darauf, dass nach den zwei Jahren unter dem Strich die positiven Effekte im Stadtbild im wahrsten Sinne des Wortes deutlich sichtbar sein werden.“

 


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Kommentare: 2
  • #1

    martin (Dienstag, 21 Mai 2019 09:13)

    wo kann mann sich da für bewrben ?

  • #2

    Tomas (Sonntag, 02 Juni 2019 09:08)

    Auf der einen Seite eine sehr gute Sache auf der anderen Seite wird an der Arbeitslosenversicherung gespart , indem man keinerlei Arbeitslosenversicherung bezahlt Punkt das heißt im Endeffekt selbst wenn die Tätigkeit auf 24 Monate beschränkt ist, bekommt man im Anschluss sofort Hartz 4. Der Verdienst liegt bei ca 1140 Euro. Wenn man ca. 50 Mitarbeiter beschäftigten würde Komma dann kann man sich selber ausrechnen was der Träger nämlich z.b. die gafög an Arbeitslosenversicherung auf 24 Monate verteilt auf ca 50 Mitarbeiter spart Punkt. wenn man dann noch zugrunde legt das nach 2 Jahren wann ca ein Jahr Arbeitslosengeld 1 bekommen würde das natürlich nicht ausgezahlt wird sie da ja kein arbeitslosenbeitrag gezahlt wird Komma macht das Arbeitsamt hochgerechnet einen Gewinn von dem ich die Zahlen nicht veröffentliche, denn nachrechnen kann es jeder. Dazu kommt noch der Rentenbeitrag der zwar gezahlt wird Komma aber da der Verdienst hin brutto so niedrig ist entspricht dementsprechend auch einen niedrigen Nettolohn, was wiederum heißt dass derjenige der diesen Job macht mit einer sogenannten Hartz IV Rente später im Alter leben muss .Heute Show