Umbau Heilig Kreuz – Kirchenglocken wurden ausgebaut

Zentrales Zukunftsprojekt nimmt Gestalt an

Foto: Pressestelle der Szadt Gelsenkirchen
Foto: Pressestelle der Szadt Gelsenkirchen

GE. Mitte Januar 2019 fiel der Startschuss für die die Bauarbeiten an der Heilig Kreuz-Kirche an der Bochumer Straße. Seither laufen die Umbaumaßnahmen mit dem Ziel, aus einem der bedeutendsten Kirchenbauwerke der Moderne einen ebenso außergewöhnlichen Veranstaltungsort zu machen.

 

 

Nun wurden die Kirchenglocken ausgebaut und abgelassen. „Der Ausbau der Kirchenglocken ist ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Umbau der Heilig Kreuz-Kirche. Als nächste große Baumaßnahmen stehen Erschließungsmaßnahmen rund um das Gebäude sowie Fassaden- und Dacharbeiten an. Außerdem wird der eingeschossige Anbau errichtet und im Gebäudeinnern beginnen die Installationen für die Technische Gebäudeausrüstung“, so die städtische Bauleiterin Kerstin Gäfke. 

Foto :Pressestelle der Stadt Gelsenlirchen
Foto :Pressestelle der Stadt Gelsenlirchen

„Derzeit ist vieles in Bewegung entlang der Bochumer Straße in Gelsenkirchen-Ückendorf“, erläutert Stadtplanerin Janine Feldmann. „Der Umbau der Heilig Kreuz-Kirche setzt als zentrales Zukunftsprojekt zusätzliche Impulse zur Revitalisierung des Stadtquartiers.“

 

Im Inneren der Kirche entsteht unter größtmöglicher Berücksichtigung des Denkmalschutzes ein ca. 400 qm großer und in seiner Architektur einzigartiger Veranstaltungsraum für bis zu 800 Personen. Betrieben wird der neue Veranstaltungsort künftig von der Stadttochter emschertainment GmbH. Geschäftsführer Helmut Hasenkox: „Der Klang der Glocken wird uns auch weiterhin begleiten. Die Töne des Glockengeläuts haben wir als Audio-Datei gesichert und werden sie bei Veranstaltungen als Pausenglocke verwenden.“

 

Bei den bisher in der Kirche Heilig Kreuz hängenden Glocken handelt es sich um ein fünfstimmiges Geläut mit der Schlagtonfolge cis-e-fis-gis-a. Es wurde 1959 von der damals in Münster ansässigen Glockengießerei Feldmann & Marschel gegossen. Das geht aus einer gutachterlichen Stellungnahme hervor, die Dr. Konrad Bund (wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Glockenmuseums) erstellt hat.

 

Die Glocken gehören demnach nicht zur Erstausstattung der Kirche. Damals gab es zwei kleinere Glocken, von denen 1942 eine zu Rüstungszwecken abgegeben wurde. Die zweite Originalglocke wurde vermutlich 1959 mit der Anschaffung der jetzigen Glocken in Zahlung gegeben oder sogar für die neuen Glocken eingeschmolzen. Das heutige Geläut wurde 1959 zum silbernen Priesterjubiläum des Pfarrers Franz Maurer gegossen und wurden am 21. Juni 1959 erstmals geläutet.

 

Die fünf Glocken tragen die Namen „Heiliges Kreuz“, „Heilige Maria“, „Heilige Maria Magdalena“, „Heiliger Johannes“ und „Heiliger Franziskus“. Sie sind nach dem „Te Deum“ gestimmt.

 

 

Die Glocken werden nach dem Ausbau zwischengelagert bis das Bistum Essen über eine weitere Verwendung entschieden hat.


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Kommentare: 1
  • #1

    Volker Bruckmann (Montag, 24 Juni 2019 16:09)

    Vor einigen Tagen im WDR-Radio die Info, dass man nach einem Käufer sucht. Möglichst jemanden, der sie alle zusammen kauft und falls das nicht glückt, einzeln.