Neue Wege in der Nachwuchsgewinnung

Stadt Gelsenkirchen lässt Beschäftigte zu NRW-Talentscouts ausbilden

 

Landesweit erste Kommune, die diesen Weg geht

Foto (v.li.): Der Präsident der Westfälischen Hochschule Dr. Bernd Kriegesmann übergibt das Zertifikat an Chris Barkhofen. Rechts im Bild: Jennifer Peters, Leiterin Qualifizierung NRW-Talentscouts.
Foto (v.li.): Der Präsident der Westfälischen Hochschule Dr. Bernd Kriegesmann übergibt das Zertifikat an Chris Barkhofen. Rechts im Bild: Jennifer Peters, Leiterin Qualifizierung NRW-Talentscouts.

Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen geht neue Wege in der Nachwuchsgewinnung. Als erste Kommune in NRW lässt sie im Gelsenkirchener NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule zwei Beschäftige zu Talentscouts ausbilden. Chris Barkhofen hat sein Zertifikat bereits Mitte Juli erhalten und darf sich jetzt offiziell NRW-Talentscout nennen. Lisa Behrendt durchläuft derzeit die Qualifizierung und bekommt ihr Zertifikat voraussichtlich im kommenden Jahr verliehen.

 

 

Die NRW-Talentscouts – inzwischen gibt es landesweit insgesamt mehr als 70 – begleiten besonders engagierte Schülerinnen und Schüler aus weniger privilegierten Verhältnissen auf ihrem Weg in Beruf und Ausbildung. Sie sind selbst Vorbilder und machen jungen Menschen Mut, ihre Talente zu entdecken und Chancen zu nutzen. So durchbrechen die Schülerinnen und Schüler durch Herkunft und Bildungsgrad vermeintlich vorgezeichnete Biografien und werden unterstützt, ihren eigenen Weg zu gehen. Eine Aufgabe, die auch für die Stadt Gelsenkirchen im Kampf um die besten Nachwuchs- und Fachkräfte immer wichtiger wird, weshalb sie sich dafür entschieden hat, selbst Beschäftigte aus Organisationseinheiten zur Nachwuchsgewinnung zu NRW-Talentscouts ausbilden zu lassen.

 

Etwa ein dreiviertel Jahr dauert die Qualifizierung zum NRW-Talentscout. Chris Barkhofen hat sich mit dem spezifischen Beratungs- und Rollenverständnis der Talentscouts auseinandergesetzt, Bestandteil der Qualifizierung war auch die Sensibilisierung für die unterschiedlichsten Biografien der jungen Menschen. „Nun werde ich die Ausbildungsmöglichkeiten der Stadt Gelsenkirchen in Kooperation mit dem Netzwerk der Talentscouts an weiterführenden Schulen und auf Berufsmessen vertreten. Wir wollen Talente aller Couleur für die verschiedenen Ausbildungsoptionen einer Großstadt gewinnen“, beschreibt Chris Barkhofen seine künftige Aufgabe. „Wir brauchen einfach motivierte und begeisterte junge Leute, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.“

 

Das NRW-Talentscouting

 

 

2011 startete das NRW-Talentscouting an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Inzwischen ist daraus ein landesweites Programm geworden, in dem mehr als 17.000 Talente von der Schule über eine Berufsausbildung oder ein Studium bis in den Job begleitet werden. 17 Fachhochschulen und Universitäten im ganzen Bundesland sind beteiligt. Die Stadt Gelsenkirchen ist die erste Kommune in NRW, die eigene Talentscouts ausbilden lässt.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0