Gelsenkirchen setzt Vorbereitungen auf Coronafälle fort

Gesundheitsamt ist in ständigem Austausch mit Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten

Symbolfoto Pixabay.com
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GE. Das Referat Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen beobachtet seit den ersten bekannt gewordenen Erkrankungen durch das Coronavirus in China aufmerksam die Lage und hat dabei besonders die Ausbreitung in der Welt und insbesondere in Deutschland im Blick.

 

Es bestehen eine enge Zusammenarbeit und ein ständiger Austausch mit den ansässigen Krankenhäusern sowie den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Eine erste Abstimmung hat es bereits vor vier Wochen gegeben. Die Krankenhäuser sind entsprechend vorbereitet und verfügen über die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit infizierten Patienten und möglichen Isolationsmaßnahmen.

 

Den Anfang der Woche bekannt gewordenen Ausbruch in Italien hat das Referat Gesundheit zum Anlass genommen, einen Expertenstab zu konstituieren, der die Lage engmaschig beobachtet, bewertet sowie Maßnahmen im Falle der weiteren Ausbreitung des Virus bis nach Gelsenkirchen bzw. in die unmittelbare Nachbarschaft von Gelsenkirchen vorbereitet und plant. Nicht zuletzt seit der Schweinegrippe im Jahr 2009 gibt es in Gelsenkirchen eingeübte Routinen im Umgang mit hoch ansteckenden Krankheiten.

 

Aktuell ist in Gelsenkirchen weder ein Verdachtsfall noch eine bestätigte Erkrankung bekannt.

 

Das Referat Gesundheit empfiehlt zur Vorbeugung einer Coronavirusinfektion die folgenden Verhaltensregeln zu beachten.

 

Da die Ansteckung mit dem Coronavirus durch die Sekrete aus den Atemwegen verursacht wird, sollten genauso wie beim Grippeschutz, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesetikette (Husten und Niesen in die Ellenbeuge, gebrauchte Taschentücher sofort vernichten) eingehalten werden. Auf das Händeschütteln sollte man derzeit verzichten.

 

Von der Infektion mit dem Coronavirus können insbesondere Menschen betroffen werden, die sich in den Gebieten aufgehalten haben, in denen bisher bestätigte Coronavirusinfektionen bekannt sind. Diese Personen sollen sich selbst auf die unten genannten Symptome überprüfen. Sollten sich diese Symptome entwickeln, wird empfohlen, sich zunächst telefonisch bei den niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten zu melden, damit diese einen Besuch ohne Kontakt mit anderen Patienten einplanen können. Auf keinen Fall sollte man die Sprechstunde unangemeldet besuchen und sich im Wartezimmer aufhalten. Die Kontakte mit anderen Personen sollen bis zum Ausschluss der Infektion auf das Nötigste beschränkt werden.

 

Hintergrund

 

Anfang der Woche ist es in Italien zum Ausbruch der Infektionen durch das Coronavirus gekommen. In Deutschland gibt es bisher 18 bestätigte Coronavirusinfektionen, die letzte Infektion wurde aus dem Kreis Heinsberg (25. Februar) gemeldet.

 

Die Corona Viren können bei den Menschen verschiedene Krankheiten auslösen, die von leichten Erkältungssymptomen bis zu schwer verlaufenden Erkrankungen reichen. Die Infektion wird von Mensch zu Mensch durch die Sekrete der Atemwege übertragen und entwickelt sich bis zu 14 Tagen nach der Ansteckung.

 

Die häufigsten Symptome sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber, manchmal auch Durchfall. In seltenen Fällen kann das Virus auch einen schweren Verlauf hervorrufen, der mit Atemproblemen und Lungenentzündungen verläuft. Diese schweren Verläufe sind vor allem bei Personen, die älter sind und/oder an chronischen Grunderkrankungen leiden, zu erwarten.

 

 

Weitergehende Fragen zum Coronavirus beantwortet das Robert Koch Institut im Internet auf der Seite https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html.


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